John Stuart Mill

John Stuart Mill (1806-1873)

Er ein englischer Philosoph und Nationalökonom und der „Letzte“ Vertreter der klassischen Schule der Nationalökonomie. Wie seine klassischen Vordenker beschäftigte sich Mill insbesondere mit den Prinzipien von Produktion und Verteilung. Herausragend ist sine systematische Darstellung der klassischen Theorien von Smith, Malthus und Ricardo. Er war wie alle Klassiker liberaler Ökonom und verfechter freien Wettbewerbs. Staatliche Eingriffe werden sollten nur in Außnamefällen toleriert werden, wie z.B. bei der Wasserversorgung und beim Eisenbahnverkehr. Neben ökonomischen Fragestellungen beschäftigte er sich auch mit sozialphilosophischen Fragen.

Für Mill war das gesellschaftliche Ziel „das Gute für die Menschheit“. Zwei Dinge waren für Mill dafür notwendig, zum einem die Freiheit des Einzelnen und zum anderen eine „gutes Auskommen“. Für Mill gab es zudem eine Art optimale Bevölkerungszahle, die die Maximierung der Vorteile der sozialen Gesellschaft ermöglicht. Eine Vergrößerung über diesen Punkt würde zwangsläufig wieder zu einer Verringerung der gesamtwirtschaftlichen Wohlstands führen. In diesem Optimalzustand wünscht sich keiner reicher zu sein als er ist und es gibt keine echte Armut.

Wirtschaftspolitische Implikationen:

Smith war Befürworter der Besteuerung funktionsloser Einkommen wie der Erbschaftssteuer. Eine Vermögensteuer war dagegen für ihn nicht akzeptabel. Der Staat sollte eine ähnliche Nachwächterfunktion wahrnehmen wie bei Adam Smith.

Hauptwerke: Systems of Logic (1843), Priciples of Political Economy (1848), On Liberty (1859)